Achtung, Überwachungs-Apps!

Spyware Apps

Experten für Sicherheit warnen vor einer Zunahme von mobilen Apps, die Benutzer von Smartphones und Tablets ausspionieren. Chats, Anruflisten, E-Mails und Kontakte sind nicht mehr sicher und werden überwacht. Diese Spyware-Apps stammen nicht nur aus zwielichtigen App-Stores, sondern auch aus offiziellen Quellen.

Sicherheitshinweise sind nicht genug

Es ist kein Wunder, wenn das mobile Gerät infiziert ist. Wahrscheinlich hat der Nutzer eine vermeintlich nützliche App aus einem App-Store heruntergeladen, in dem Schadsoftware grassiert. Dabei wird seit Jahren empfohlen keine mobilen Anwendungen aus inoffiziellen Stores zu beziehen.

In diesen Stores gibt es keinerlei Kontrolle – jeder kann dort eine App zum Download anbieten. Dies nutzen natürlich Cyberkriminelle aus und platzieren ihre Spionage-Software dort. Statt einer scheinbar neuen App mit tollen KI-Funktionen zu installieren hat sich das Opfer tatsächlich Spyware eingefangen. Diese liest nun alle E-Mails, Chatnachrichten und Kontakte aus und übermittelt sie an den Auftraggeber oder Datendieb.
Obwohl dies häufig genug passiert sein mag: Es könnte auch ganz anders gewesen sein.

Wissen Sie wie man sichere Apps installiert?

Machen Sie den Test! Die Lösungen finden Sie am Ende des Beitrags.

Frage: Bürgen offizielle App-Stores für sichere Apps? Stimmt das?

1. Nein leider können trotz der Prüfung durch die Betreiber schädliche Apps versteckt sein.

2. Ja, schädliche Apps gibt es nur in inoffiziellen App-Stores, die vermieden werden sollten.

Frage: Ist Sicherheit bei der Installation von Apps entscheidend? Stimmt das?

1. Ja, wenn man eine sichere App installiert hat ist das Risiko einer mobilen Spyware gebannt.

2. Nein harmlose Apps können später bösartig werden und müssen regelmäßig überprüft werden.

Jeder App-Store kann schädliche Apps enthalten

Leider sind selbst Nutzer gefährdet, die ihre Apps ausschließlich aus dem offiziellen Google Playstore oder Apple Store beziehen. Aber wie kann das sein? Überprüfen diese Store-Betreiber nicht ob schädliche Software unter den angebotenen Apps ist? Die Antwort lautet: Doch tun sie aber es reicht nicht aus.
Täglich erscheint eine unglaubliche Menge an neuen Apps sowie zahlreiche Updates für bereits verfügbare mobile Anwendungen. Aus diesem Grund erfolgt die Prüfung durch die Stores meist automatisch. Jedoch gibt es auch hierbei eine Fehlerquote – einige bösartige Apps fallen bei dieser Kontrolle nicht auf.

Darüber hinaus müssen neu installierte Applikationen zunächst gar keine Schadsoftware enthalten. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass ihnen vorgesehen wird weitere Inhalte und Funktionen nachzuladen oder Werbung einzublenden um kostenlose Angebote zu finanzieren. Dabei erkennt ein App-Store im Voraus keine möglicherweise vorhandene Schadsoftware. Daher enthält jeder Store leider auch bösartige Applikationen.

App-Sicherheit endet nicht beim Download

Die präventiven Maßnahmen der Store-Betreiber allein genügen also nicht mehr. Nach der Installation muss überprüft werden, ob sich die App korrekt verhält. Deshalb prüfen offizielle Stores auch nach der Installation weiterhin die Sicherheit von bereits installierten Apps und aktualisieren diese falls erforderlich.

Diese Prüfung kann jedoch nur punktuell erfolgen. Entscheidend ist, dass ein Gerät stets eine aktive professionelle Mobile-Security-Lösung hat, welche verdächtige Aktivitäten der Apps dauerhaft überwacht. Dies ist auch dann notwendig wenn man ausschließlich offizielle App-Stores verwendet. Andernfalls könnte eine neue App heimlich zum Spion und Datenrisiko werden – was leider häufig passiert da Smartphones, Tablets und Apps immer beliebter wurden und somit zu attraktiven Zielen für Angriffe geworden sind.

Und hier sind die Lösungen für das Quiz:

Lösung Frage 1: Die Antwort 1 ist richtig. Obwohl das Risiko einer Spionage-App bei inoffiziellen Stores höher liegt können sich im Google Playstore oder Apple Store dennoch gefährliche Apps verstecken.

Lösung Frage 2: Die Antwort 2 ist richtig. Mobile Applikationen erhalten regelmäßig Updates um Fehler zu beheben oder Funktionen zu erweitern – dabei könnten sie mit bösartigen Funktionen ausgestattet werden. Zudem laden einige Apps Inhalte wie Videos oder Nachrichten sowie Werbung nach um ihre Finanzierung sicherzustellen. Diese neuen Inhalte können Schadsoftware enthalten. Weshalb nicht nur vor dem Download sondern kontinuierlich geprüft werden muss.“.

Pflichten beim Verlust mobiler Endgeräte

Handy verloren Meldepflicht?

Mobile Endgeräte sind bei Dieben beliebt und können leicht verloren gehen. Besonders Laptops werden oft vergessen oder gestohlen. Wenn dies passiert, sollte man unbedingt handeln und den Verlust seinem Unternehmen melden, um die Situation nicht noch schlimmer zu machen.

So sieht eine peinliche Situation aus

Stellen wir uns folgende peinliche Situation vor: Sie waren auf Geschäftsreise und haben Ihren Laptop dabei gehabt. Als Sie Abends in Ihrer Wohnung ankommen, stellen Sie fest, dass er verschwunden ist. Nachdem ein Anruf im Hotel keine Ergebnisse liefert, bleibt nur der ICE oder das Taxi als möglicher Ort des Geschehens übrig. Am nächsten Morgen beginnen Sie mit der Suche nach Ihrem Laptop – eine zeitaufwendige Angelegenheit. Sollten Sie nun sofort Ihrem Unternehmen davon berichten oder erst einmal abwarten?

Der Kontrollverlust ist das Problem

Der finanzielle Schaden für das Unternehmen kann beträchtlich sein, wenn ein teurer Laptop verloren geht und nicht wiedergefunden wird. Doch aus Datenschutzsicht liegt das eigentliche Problem woanders: dem Kontrollverlust über das Gerät selbst! Dadurch besteht auch die Gefahr eines Datenlecks und einer Verletzung der Vertraulichkeit dieser Informationen – es sei denn sie waren gut verschlüsselt bzw. zusätzlich in einer Cloud gespeichert.

Das führt zu einem meldepflichtigen Datenschutzvorfall

In solch einem Fall handelt es sich um einen meldepflichtigen Datenschutzvorfall gemäß den Vorschriften zur Aufsicht des Datenschutzes . Dies bedeutet, dass sowohl die zuständige Behörde informiert werden muss als auch alle betroffenen Personen darüber informiert werden sollen. Es gibt allerdings Ausnahmefälle, in denen eine Meldung an diese Behörde nicht notwendig ist. Solche speziellen Fälle sollten Fachleuten überlassen werden, daher sollte man den Verlust des Geräts sofort am nächsten Morgen im Unternehmen melden.

Eine Verschlüsselung ist in jedem Fall Gold wert

Eine gute Verschlüsselung der Festplatte kann in jedem Fall sehr hilfreich sein. Normalerweise ist dies bereits auf Ihrem Laptop implementiert, es sei denn Sie haben Änderungen daran vorgenommen. Sind Sie sich unsicher, dann fragen Sie besser im Unternehmen nach! Wenn die Datenverschlüsselung dem aktuellen Stand der Technik entspricht, sollten Unbefugte normalerweise keinen Zugriff auf die Daten erhalten können – was einer schlaflosen Nacht vorbeugen würde und auch rechtliche Vorteile für das Unternehmen mitbringt.

Dank Verschlüsselung entfällt die Meldepflicht gegenüber der Aufsicht

Dank der Verschlüsselung entfällt auch die Meldepflicht gegenüber den Aufsichtsbehörden für Datenschutz – sofern davon ausgegangen wird, dass keine Gefahr für Rechte und Freiheiten natürlicher Personen besteht (gemäß Artikel 33 Absatz 1 Satz 1 DSGVO). Dennoch bleibt Ihre Pflicht zur Meldung an Ihr eigenes Unternehmen bestehen, da diese vertraglich geregelt ist. Das ermöglicht dem Arbeitgeber eine Untersuchung des Vorfalls, andernfalls droht Ihnen möglicherweise eine Abmahnung.

Eine gewisse Vorsicht wäre gut 

Es wäre natürlich am besten, von Anfang an vorsichtig zu sein, um Diebstahl oder Verlust zu vermeiden. Das mag leicht gesagt als getan sein. Prüfen Sie daher genau, wann und wo sie ihr mobiles Endgerät wirklich benötigen. Wenn beispielsweise nach einer schwierigen Konferenz ein gemütliches Abendessen geplant ist, könnten Sie den Laptop mitnehmen. Jedoch wäre es möglicherweise besser, ihn im sicheren Hotelzimmer zu lassen.

Wenn Sie Fragen zu Meldungen bei der Datenschutzbehörde haben, vereinbaren Sie einen Telefontermin mit mir: Datenschutz Beratung

Das EU-U.S. Data Privacy Framework

EU-U.S. Data Privacy Framework

Was lange dauert, wird endlich gut. Dieses Motto gilt hoffentlich für das EU-U.S. Data Pri-vacy Framework. Sie sind möglicherweise noch nicht mit diesem Begriff vertraut? Es handelt sich um eine neue rechtliche Grundlage für die Übermittlung von Daten in die USA. Dabei gibt es einige Schwierigkeiten zu beachten.

Der 16. Juli 2020 weckt negative Erinnerungen

Für Unternehmen, die auf Datenübermittlungen in die USA angewiesen sind, war der 16. Juli 2020 ein schwarzer Tag. Zu dieser Zeit erklärte der Europäische Gerichtshof (EuGH) den Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission zum „Privacy Shield“ für ungültig. Ab diesem Tag konnten Unternehmen Datenübermittlungen in die USA nicht mehr auf den Angemessenheitsbeschluss als Rechtsgrundlage stützen.

Dies war schmerzhaft, da Datenübermittlungen auf Basis des „Privacy Shields“ nur einen geringen rechtlichen Aufwand erforderten Im Gegensatz dazu waren alle möglichen Alternativen mit großen bürokratischen Hürden verbunden.

Der rechtliche Unsicherheitszustand hat nun ein Ende

Seit dem 10.Juli 2023 gibt es wieder einen Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission, den Unternehmen zur Übertragung von Daten in die USA nutzen können. Darin ist festgelegt dass unter bestimmten Bedingungen US-Unternehmen ein angemessenes Datenschutzniveau bieten müssen.

Es sei jedoch darauf hingewiesen: unter bestimmten Bedingungen. Doch wenn diese Bedingungen erfüllt sind funktioniert alles wieder so wie vor dem 16. Juli 2020 mit Hilfe des „Privacy Shields“. Unternehmen in der EU können also wieder personenbezogene Daten an ihre US-Geschäftspartner übermitteln, ohne zusätzliche Datenschutzregelungen vereinbaren zu müssen.

Die Begeisterung hält sich dennoch in Grenzen

Die Wirtschaft hat die neuen Regelungen dankbar aufgenommen. Immerhin erleichtern sie erheblich den Alltag im Bereich Datenschutz. Jedoch ist echte Begeisterung selten zu spüren. Stattdessen herrscht eine gewisse Skepsis über die Zukunft der neuen Regelungen vor. Alles deutet darauf hin, dass es früher oder später dazu kommen wird, dass auch diese vom EuGH rechtlich geprüft werden. Werden sie dann Bestand haben?

So verständlich solche Befürchtungen sind – im Augenblick helfen die neuen Regelungen wirklich weiter.

Das Grundschema nachdem sie funktionieren ist relativ einfach: US-Unternehmen können sich in einer Art Register für den Datenschutz eintragen lassen. Dieses trägt den Namen „Data Privacy Framework List“. Um dies tun zu dürfen, müssen viele Voraussetzungen erfüllt sein. So muss zum Beispiel ein angemessenes Maß an Datensicherheit vorhanden sein.

Wenn ein US-Unternehmen diesen Zertifizierungsprozess erfolgreich abgeschlossen hat, können seine Geschäftspartner aus der EU darauf vertrauen ,dass das amerikanische Unternehmen adäquaten Datenschutz bietet. Dadurch wird die Übertragung personenbezogener Daten dorthin ermöglicht.

Für Personaldaten gelten jedoch besondere Regeln

Obwohl auf dieser Basis auch die Übermittlung von Personaldaten zulässig ist,gibt es zusätzliche Verpflichtungen für US-Unternehmen.Dazu gehört besonders die Zusammenarbeit mit Datenschutz-Aufsichtsbehörden in der EU.

Die Zertifizierung muss jährlich erneuert werden US-Unternehmen, die auf der „Data Privacy Framework List“ stehen, müssen ihre Zertifizierung jedes Jahr aktualisieren. Andernfalls werden sie von der Liste gestrichen. Daher müssen sich ihre Geschäftspartner aus der EU jedes Jahr vergewissern , dass die Zertifizierung erneuert wurde. Im Moment richten alle betroffenen Unternehmen in der EU, die dafür notwendigen Prozesse ein, wenn diese nicht ohnehin schon vorhanden sind.

Microsoft 365 bleibt eine Herausforderung

Viele Unternehmen hatten gehofft, dass dieser neue Angemessenheitsbeschluss alle Probleme bei Datenübertragungen in die USA lösen würde. Dies galt insbesondere für den Einsatz von Microsoft 365. Jedoch haben einige Datenschutzaufsichtsbehörden bereits Bedenken geäußert. Sie weisen daraufhin dass immer noch unklar sei welche Daten Microsoft in den USA verarbeitet und was damit geschieht. Ob diese Behauptung wahr ist oder nicht, steht zur Debatte. Allerdings steht fest dass durch diesen neuen Angemessenheitsbeschluss die Pflicht bestehen bleibt jegliche Datenverarbeitung transparent zu machen. Wenn es Unklarheiten gibt, bietet dieser Beschluss keine Hilfe. Es gilt weiterhin Lösungen zu finden.

Für weitere Informationen nehmen Sie bitte Kontakt zu mir auf: Datenschutz Beratung

ChatGPT und der Datenschutz

ChatGPT Datenschutz

Geheimnisverrat an die Künstliche Intelligenz?

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, einen langen Text zu kürzen, Ergebnisse einer Besprechung zusammenzufassen oder Programmcode zu schreiben. Ein Dienst wie ChatGPT bietet scheinbar unbegrenzte Optionen für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Leider sind jedoch auch die potenziellen Risiken durch KI weitreichend und dürfen inmitten des Hypes um sie nicht vergessen werden.

Der Hoffnungsträger KI

KI wird als eine Schlüsseltechnologie angesehen, die praktisch überall eingesetzt werden soll – sei es in der Automobilbranche, im Maschinenbau oder im Dienstleistungsbereich. Unternehmen erhoffen sich davon schnellere und präzisere Problem Analysen sowie beschleunigte Prozesse und einen geringeren Ressourcenverbrauch. Auch im Personalbereich sehen sie Vorteile: Die Vermeidung menschlicher Fehler und das Potenzial zur Integration von Expertenwissen mittels KI ins Unternehmen. Die Unternehmen hoffen dadurch darauf, dass Mitarbeiter sich auf andere Aufgaben konzentrieren können.

Dennoch sollte man zunächst einmal den Fokus auf die möglichen Risiken der KI legen, bevor man versucht Kosten einzusparen mithilfe von Diensten wie ChatGPT.

Das übersehene Risiko KI

Wie bei vielen neuen Technologien gibt es auch bei KI Angst und Bedenken. Dennoch nutzen viele Menschen fröhlich ChatGPT & Co., da ihre Neugierde größer ist als etwaige Bedanken. Das kann allerdings äußerst riskant sein – sowohl für die eigene Privatsphäre als auch für den Datenschutz innerhalb eines Unternehmens sowie für Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse.

Obwohl es hilfreich erscheinen mag, wenn ein Online-Dienst eine lange Textzusammenfassung erstellt oder aus Notizen ein Besprechungsprotokoll generiert, können diese Inhalte personenbezogene Daten und andere schützenswerte Informationen enthalten. Wenn beispielsweise über die neue Produktplanung gesprochen wird und automatisch das Protokoll der Planungssitzung erstellt wird, besteht die Gefahr, dass diese Informationen abfließen – sprich das Unternehmen verlassen und Dritten bekannt werden könnten.

Letztendlich könnte also durch die Nutzung von KI ungewollt Geheimnisse verraten werden, da KI durch Eingaben und Reaktionen der Nutzerinnen lernen kann. Das bedeutet jedoch auch, dass sie Informationen in ihren Datenschatz aufnimmt.

KI braucht Regeln

In den meisten Unternehmen fehlen noch interne Richtlinien zum Umgang mit KI. Doch KI-Tools sollten nicht ohne jegliche Regelungen eingesetzt werden – ähnlich wie bei der Nutzung einer Cloud sollte dies intern geregelt sein.

Wer einen betrieblichen Einsatz eines KI-Dienstes wünscht oder plant sollte zunächst klären, ob dies im Unternehmen erlaubt ist bzw. gewünscht wird. Dann gilt es zu klären zu welchem Zweck und mit welchen Daten dieser Dienst genutzt werden darf. Dabei sollte immer beachtet werden: Die Künstliche Intelligenz ist wie eine externe Partei anzusehen; wenn eine Information das Unternehmen nicht verlassen soll gehört sie auch nicht ins Eingabefeld einer solchen AI.

Tipp: Auch bei KI gibt es Datenschutzeinstellungen

Auch bei der Verwendung von künstlicher Intelligenz gibt es Datenschutzeinstellungen. KI-Dienste wie ChatGPT verbessern derzeit ihre Optionen im Bereich des Datenschutzes. Es ist wichtig, sich mit den Einstellungen auseinanderzusetzen und beispielsweise das Speichern von Eingaben in den Datenschatz der KI zu verbieten. Gleichzeitig sollte man jedoch trotzdem keine vertraulichen oder sensiblen Daten an die KI weitergeben, um jeglichen Geheimnisverrat zu vermeiden.

 

DSGVO Websitecheck – neue Software

DSGVO Websitecheck

DSGVO-Websitecheck: Ein Must-Have-Tool für Webmaster

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) trat im Mai 2018 in Kraft und hat die Landschaft der Online-Privatsphäre in Europa radikal verändert. Seither sind Unternehmen und Website-Betreiber verpflichtet, strenge Datenschutzstandards einzuhalten, um die personenbezogenen Daten ihrer Nutzer zu schützen. Das Problem? Viele Unternehmen und Website-Betreiber sind sich unsicher, ob ihre Websites den neuen Anforderungen entsprechen.

Hier kommt der DSGVO Websitecheck ins Spiel!

Was ist der DSGVO Websitecheck?

Die Plattform [DSGVO-Websitecheck.de](https://dsgvo-websitecheck.de) ist ein innovatives Tool, das entwickelt wurde, um Webmastern zu helfen, ihre Websites auf DSGVO-Konformität zu überprüfen. Mit nur wenigen Klicks können Nutzer feststellen, ob ihre Online-Präsenz die strengen Anforderungen der DSGVO erfüllt.

Automatische Datenschutzerklärung

Eines der herausragenden Merkmale des Tools ist die Erstellung einer automatischen Datenschutzerklärung. Das bedeutet, dass Webmaster nicht mehr selbst herausfinden müssen, welche spezifischen Informationen sie in ihre Datenschutzerklärungen aufnehmen müssen. Dieses Tool generiert eine an die individuellen Bedürfnisse der Website angepasste Datenschutzerklärung, die dann einfach auf der eigenen Seite verlinkt werden kann.

Warum ist es so wichtig?

Der Schutz personenbezogener Daten ist nicht nur eine gesetzliche Verpflichtung, sondern auch ein Zeichen von Integrität und Transparenz gegenüber den Website-Besuchern. Eine DSGVO-konforme Webseite kann nicht nur potenzielle rechtliche Konsequenzen vermeiden, sondern stärkt auch das Vertrauen der Nutzer.

Fazit

Der DSGVO-Websitecheck ist ein essenzielles Tool für jeden Webmaster, der sicherstellen möchte, dass seine Website den Bestimmungen der DSGVO entspricht. Mit einer automatischen Datenschutzerklärung und einer schnellen Überprüfungsmöglichkeit bietet die Plattform einen unschätzbaren Mehrwert in der digitalen Welt, in der der Datenschutz immer wichtiger wird.

Nutzen Sie also diese Ressource, um sich selbst, Ihr Unternehmen und vor allem Ihre Website-Besucher zu schützen. Es war noch nie so einfach, DSGVO-konform zu sein!

Der EU-U.S. Data Privacy Framework, ein neuer Meilenstein für Datenschutz

EU-U.S. Data Privacy Framework

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

ein neuer Meilenstein für den Datenschutz wurde erreicht: Der EU-U.S. Data Privacy Framework wurde eingeführt. Dieses Abkommen soll den Schutz personenbezogener Daten bei grenzüberschreitendem Datenaustausch zwischen der EU und den USA stärken. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie mehr über die Hintergründe und Auswirkungen des neuen Datenschutzabkommens.

1. Einleitung

Mit dem EU-U.S. Data Privacy Framework wird ein neuer Meilenstein für den Datenschutz gesetzt. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem Begriff? Der Framework regelt den Datenaustausch zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika und soll dabei sicherstellen, dass die Datenschutzstandards auf beiden Seiten eingehalten werden. Dies ist besonders wichtig im Hinblick auf die Übermittlung personenbezogener Daten, wie es beispielsweise bei Cloud-Diensten oder sozialen Netzwerken der Fall ist. Durch den Framework soll ein höheres Maß an Transparenz und Rechtssicherheit geschaffen werden. Doch wie genau wird er vorgestellt und welche Kritik gibt es daran? Antworten auf diese Fragen sollen in den folgenden Abschnitten gegeben werden.

2. Was ist der EU-U.S. Data Privacy Framework?

Der EU-U.S. Data Privacy Framework ist ein Abkommen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika, das den Austausch personenbezogener Daten regelt. Das Abkommen wurde am 2. Februar 2016 vorgestellt und soll den Datenschutz für europäische Bürgerinnen und Bürger verbessern. Der Rahmen besteht aus einer Reihe von Prinzipien, die von den Unternehmen beider Seiten eingehalten werden müssen, um sicherzustellen, dass personenbezogene Daten angemessen geschützt werden. Es wurde entwickelt, um sicherzustellen, dass die Übertragung von personenbezogenen Daten zwischen der EU und den USA rechtskonform erfolgt und gleichzeitig die Privatsphäre der betroffenen Personen gewahrt bleibt. Das Abkommen ist ein Meilenstein für den Datenschutz, da es einen rechtlichen Rahmen schafft, der den Schutz personenbezogener Daten in Europa stärkt. Es gibt Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks eine klare Richtlinie für die Verarbeitung personenbezogener Daten und stellt sicher, dass diese Daten nicht missbraucht werden. Trotzdem gibt es auch Kritik an dem Rahmen. Einige Datenschutzaktivisten argumentieren, dass er nicht weit genug geht und dass es immer noch Möglichkeiten gibt, wie Unternehmen personenbezogene Daten missbrauchen können. Andere haben Bedenken hinsichtlich der Überwachung durch Regierungen geäußert. Insgesamt stellt der EU-U.S. Data Privacy Framework jedoch einen wichtigen Schritt in Richtung eines besseren Datenschutzes dar. Er bietet eine klare Richtlinie für Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks und schützt gleichzeitig die Privatsphäre von Personen, deren Daten übertragen werden.

3. Wie wird der EU-U.S. Data Privacy Framework vorgestellt?

Die Vorstellung des Frameworks erfolgte durch die Europäische Kommission und das US-Handelsministerium im Februar 2016. Das Framework hat das Ziel, den Datenaustausch zwischen Europa und den USA zu regulieren und sicherer zu machen. Es soll Unternehmen eine klare Orientierung geben, wie sie personenbezogene Daten über den Atlantik hinweg transferieren können, ohne gegen europäisches Datenschutzrecht zu verstoßen. Die Vorstellung des Frameworks wurde von beiden Seiten als bedeutender Schritt in Richtung Datenschutz begrüßt. Infolgedessen haben sich mittlerweile mehr als 3.500 Unternehmen dem Rahmenabkommen angeschlossen.

4. Warum ist es ein Meilenstein für den Datenschutz?

Der EU-U.S. Data Privacy Framework stellt einen bedeutenden Meilenstein für den Datenschutz dar, da er erstmals klare Regeln für den Austausch personenbezogener Daten zwischen der Europäischen Union und den USA festlegt. Das Framework beruht auf den Prinzipien der Transparenz, Rechenschaftspflicht und gegenseitigen Anerkennung und stellt sicher, dass US-Unternehmen, die personenbezogene Daten von EU-Bürgern verarbeiten, bestimmte Datenschutzstandards einhalten müssen. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund des Schrems-II-Urteils des Europäischen Gerichtshofs von großer Bedeutung, das den Datenaustausch zwischen der EU und den USA stark eingeschränkt hat. Mit dem neuen Framework können Unternehmen nun wieder rechtskonform personenbezogene Daten übertragen und somit auch wirtschaftliche Beziehungen aufrecht erhalten. Der Datenschutz wird dabei nicht vernachlässigt, sondern gestärkt.

5. Welche Kritik gibt es an dem Framework?

Eine der größten Kritiken an dem EU-U.S. Data Privacy Framework ist, dass es keine rechtlichen Konsequenzen für Unternehmen gibt, die sich nicht an die Datenschutzbestimmungen halten. Das bedeutet, dass es keine Sanktionen geben wird, wenn ein Unternehmen gegen das Framework verstößt. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass das Framework nur für den transatlantischen Datenaustausch gilt und nicht für den internationalen Datenaustausch. Das bedeutet, dass Unternehmen außerhalb der EU und der USA immer noch Daten ohne angemessenen Schutz austauschen können. Einige Datenschützer argumentieren auch, dass das Framework zu vage ist und nicht klar genug definiert, was als angemessener Schutz gilt. Es bleibt abzuwarten, ob das Framework tatsächlich den gewünschten Schutz bietet oder ob weitere Maßnahmen erforderlich sind, um die Privatsphäre von Menschen in der digitalen Welt zu schützen.

6. Fazit

Abschließend kann festgehalten werden, dass der EU-U.S. Data Privacy Framework ein bedeutender Schritt in Richtung Datenschutz darstellt. Durch die Einigung zwischen der EU und den USA werden nun klare Regeln für den Datenaustausch festgelegt und somit die Rechte der Bürgerinnen und Bürger gestärkt. Besonders hervorzuheben ist die Verpflichtung der US-Regierung zur Überwachung des Datenaustauschs sowie die Möglichkeit für europäische Bürgerinnen und Bürger, Beschwerden bei einer unabhängigen Stelle einzureichen. Allerdings gibt es auch Kritik an dem Framework, insbesondere bezüglich der fehlenden Durchsetzbarkeit von Sanktionen bei Verstößen gegen das Abkommen. Auch bleibt abzuwarten, wie sich das Framework in der Praxis bewährt und ob es tatsächlich zu einem besseren Schutz personenbezogener Daten beitragen wird. Insgesamt ist jedoch zu begrüßen, dass endlich eine Lösung für den transatlantischen Datenaustausch gefunden wurde, die sowohl den Interessen der Wirtschaft als auch dem Schutz der Privatsphäre gerecht wird.

5 Jahre DSGVO in Europa und kein bisschen besser?

5 Jahre DSGVO

Am 25. Mai 2018 trat die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union in Kraft und hat seitdem große Auswirkungen auf die Art und Weise, wie Unternehmen personenbezogene Daten verwalten und schützen. Fast fünf Jahre nach ihrer Einführung ist es an der Zeit, die Auswirkungen der DSGVO zu bewerten und einen Blick auf ihre Zukunft zu werfen.

Die DSGVO wurde entwickelt, um die Datenschutzgesetze der Europäischen Union (EU) zu vereinheitlichen und zu stärken. Sie gibt Einzelpersonen mehr Kontrolle über ihre persönlichen Daten und stellt sicher, dass Unternehmen verantwortungsbewusst mit diesen Daten umgehen. Die Verordnung gilt für alle Unternehmen, die personenbezogene Daten von EU-Bürgern verarbeiten oder speichern, unabhängig davon, wo das Unternehmen seinen Sitz hat.

In den vergangenen fünf Jahren hat die DSGVO die Art und Weise verändert, wie Unternehmen personenbezogene Daten behandeln. Die Verordnung hat Unternehmen dazu veranlasst, ihre Datenschutzpraktiken zu überdenken und zu verbessern, um sicherzustellen, dass sie den neuen Vorschriften entsprechen. Unternehmen müssen nun beispielsweise eine klare und verständliche Datenschutzerklärung bereitstellen, die die Betroffenen über die Art, den Zweck und die Verarbeitung ihrer Daten informiert. Darüber hinaus müssen Unternehmen auch sicherstellen, dass sie die Einwilligung der betroffenen Personen einholen, bevor sie deren Daten verarbeiten.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der DSGVO ist das Recht auf Vergessenwerden, das Einzelpersonen das Recht gibt, ihre Daten von Unternehmen löschen zu lassen. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie die personenbezogenen Daten ihrer Kunden sicher und geschützt aufbewahren, und sie müssen sicherstellen, dass sie die Daten gemäß den Richtlinien der DSGVO verwenden.

Obwohl die DSGVO in Europa weit verbreitet ist und von vielen Unternehmen umgesetzt wurde, gibt es auch Kritik an der Verordnung. Einige Unternehmen haben argumentiert, dass die Einhaltung der DSGVO zu kostspielig und zeitaufwendig ist und dass es schwierig ist, den Anforderungen der Verordnung gerecht zu werden. Einige haben auch argumentiert, dass die DSGVO den Wettbewerb in einigen Branchen behindert und die Innovation einschränkt.

Die Zukunft der DSGVO hängt davon ab, wie sie von den Unternehmen und Einzelpersonen akzeptiert wird. Die DSGVO hat bereits einen großen Einfluss auf den Datenschutz in Europa und darüber hinaus gehabt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die DSGVO in den kommenden Jahren entwickeln wird und ob sie dazu beitragen wird, den Datenschutz und die Privatsphäre von Einzelpersonen weiter zu verbessern.

Aus meiner Sicht, des Datenschutzbeauftragten, hat die DSGVO trotz vieler Umsetzungshürden viel positives bewirkt. Neben den wirklich nötigen Betroffenenrechten haben Unternehmen begonnen sich intensiver mit Ihrer IT-Sicherheit und Infrastruktur zu beschäftigen. Dienstleister wurden vor der Beauftragung genauer unter die Lupe genommen und Schwachstellen schon vor möglichen Datenpannen behoben.

Einige Unternehmen haben sogar durch die Erstellung der Verarbeitungsverzeichnisses und die oftmals dadurch offengelegten Organisationsschwachpunkte die Digitalisierung vorangetrieben und verbesserte Organisationsstrukturen aufgebaut.

Wer erst einmal die erste Hürde der DSGVO Aufgaben gemeistert hat, erkennt schnell, dass die Pflege des geforderten Datenschutzmanagementsystems im laufenden Betrieb einen relativ geringen Aufwand erzeugt, wenn die nötigen Prozesse erst einmal etabliert sind.

Was ich noch festgestellt habe ist, dass fast alle beteiligten Personen der DSGVO Umsetzung innerhalb der Firmen ein erweitertes Bewusstsein über die Weitergabe Ihrer eigenen personenbezogenen Daten im Privatleben entwickelt haben und auch in der Arbeit deutlich vorsichtiger mit personenbezogenen Daten anderer umgehen.

Wie so häufig, bestätigen die wenigen Ausnahmen auch hier die Regel.

Webinar Hinweisgeberschutzgesetz

Hinweisgeberschutzgesetz Webinar

Viele unserer Mandanten fragten nach weiteren Informationen zum Hinweisgeberschutzgesetz. Deshalb haben wir für Anfang/Mitte März ein kostenloses Webinar zum Hinweisgeberschutzgesetz geplant.

Für die Planung, benötigen wir Ihre vorläufige Anmeldung. Ab dem 20.2.2023 verschicken wir dann die Terminvorschläge für das Webinar. es wird 3 Termine geben.

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Hinweisgeberrichtlinie – Hinweisgeberschutzgesetz

Hinweisgebersystem

Vorgaben der EU-Hinweisgeber Richtlinie

Ab Dezember 2021 gelten verbindliche Compliance-Vorschrift für Unternehmen, Kommunen und öffentliche Einrichtungen. Dies erfordert die Einrichtung interne Meldestelle mit Schutz der Identität (Anonymität) von Hinweisgebern und Betroffenen.

Die Umsetzung in deutsches Recht ist fast vollzogen. Ab Anfang 2023 tritt das neue Gesetz dann auch in Deutschland in Kraft.

Die Umsetzung des Hinweisgebergesetzes ist erforderlich bei

  • Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten
  • Öffentliche Einrichtungen, Behörden mit mehr als 50 Beschäftigten
  • Kommunen mit mehr als 10.000 Einwohnern

Die Anforderung für die Umsetzung sind

  • Sichere Dialogmöglichkeit über anonymisierten Kanal Eingangsbestätigung und Rückmeldung an Hinweisgeber
  • Nachvollziehbare Dokumentation
  • Anonymitätswahrung und Datenschutz
  • Revisionssichere Dokumentation

Deutsches Hinweisgebersystem

Deutsches Hinweisgebersystem

DSBOK bietet einen verschlüsselten Meldekanal mit Dialogfunktion. Das System ist zertifiziert, sicher und DSGVO-konform. Sie erhalten von uns

  • Ihr eigenes Hinweisgebersystem (mit eigenem Branding)
  • Schutzschild gegen Regelverletzungen und Gesetzesverstöße
  • Erfüllung der EU-Hinweisgeber-Richtlinie
  • Vertrauensvolle Korrespondenz und Abwicklung

Ihre Mitarbeiter und Geschäftspartner können intern auf Missstände wie Korruption, Amtsmissbrauch, oder Diskriminierung aufmerksam zu machen.

Fordern Sie einen Testzugang und eine kostenlose Erstberatung auf unserer Hinweisgeber-System Webseite an: Hinweisgebersystem-Online

Schadensersatz bei Verletzungen des Datenschutzes

Schadensersatz bei Verletzungen des Datenschutzes

Verstöße gegen den Datenschutz führen schnell zu Schadensersatzansprüchen. Grund genug, es mit den Regeln des Datenschutzes sehr genau zu nehmen.

2.000 € Schmerzensgeld sind keine Kleinigkeit

Wer an seinem Arbeitsplatz Mails versendet, sollte die Spielregeln des Datenschutzes kennen, die dabei gelten. Und: Extrem sorgfältiges Arbeiten ist angesagt! Das hätte der Mitarbeiter einer Krankenversicherung besser beherzigen sollen. Denn wegen einer gar nicht so großen Datenschutzpanne muss sein Arbeitgeber jetzt 2.000 € Schmerzensgeld zahlen.

„Fehlversendungen“ passieren bei Mails sehr schnell

Mails sind schneller als Briefpost und auch billiger. Das gilt allerdings nur, wenn die Mail an die richtige Adresse geht. Ein „Fehlversand“ an eine falsche Adresse kann erheblichen Ärger nach sich ziehen. Genau eine solche Panne unterlief dem Mitarbeiter einer Krankenversicherung.

Ein Sachbearbeiter verschreibt sich bei der Mailadresse

Eine Kundin meldete sich bei ihm telefonisch und bat darum, ihr den Inhalt ihrer Gesundheitsakte aus den letzten drei Jahren zuzusenden. Der Mitarbeiter fragte die Kundin, ob eine Zusendung per Mail in Ordnung wäre. Anfangs hatte die Kundin Bedenken, schließlich stimmte sie aber zu. Dabei war ihr klar, dass ihr eine unverschlüsselte Mail zugehen würde. Sie bat darum, ihr die Unterlagen an die Mailadresse „B1@fff.de“ zu senden. Aus Versehen schrieb der Sachbearbeiter jedoch an „B2@fff.de“.

Natürlich entschuldigt er sich bei der Kundin

Erst als sich die Kundin nach drei Tagen erkundigte, wo denn die Mail mit ihren Unterlagen bleibt, fiel die Panne auf. Der Sachbearbeiter entschuldigte sich bei der Kundin. Außerdem informierte er seine Vorgesetzten.

Ein wirtschaftlicher Schaden ist nicht entstanden

Letztlich „passierte nichts“. Einige Monate später kontaktierte ein Mitarbeiter der Krankenkasse das Unternehmen, das sich in den beiden Mailadressen hinter der Abkürzung „fff“ verbirgt. Das Unternehmen „fff“ versicherte, dass das E-Mail-Postfach „B2fff.de“ nie benutzt worden sei. Man habe es jetzt gelöscht.

Die Kundin fordert 15.000 € und bekommt 2.000 €

Trotzdem forderte die betroffene Kundin Schmerzensgeld. Ihre Vorstellung: 15.000 €, Anwaltskosten natürlich extra. Das Oberlandesgericht Düsseldorf stutzte zwar die Hoffnungen der Kundin erheblich zurecht. 2.000 € Schmerzensgeld bewilligte das Gericht ihr aber doch.

Es geht um Ausgleich für Sorgen und Ängste

Nach Auffassung des Gerichts soll das Schmerzensgeld die Kundin für die Sorgen und Befürchtungen entschädigen, unter denen sie gelitten hat. Denn immerhin habe sie viele Monate lang die Kontrolle über sensible Gesundheitsdaten verloren. Zudem seien diese Daten zum Teil sogar ausgesprochen intim gewesen.

Der Hinweis auf ein bloßes Versehen hilft nichts

Dass dem Sachbearbeiter erkennbar „nur“ ein Versehen passiert war, half nichts. Damit befasste sich das Gericht noch nicht einmal näher. Es stellte einfach fest, dass der Versand an die falsche Mailadresse den Datenschutz verletzt hat. Zwar war die Kundin mit einer Versendung per Mail einverstanden, aber natürlich nur mit einer Versendung an die richtige Mailadresse. Da der Sachbearbeiter eine andere Mailadresse benutzte, bleibt es dabei, dass ein Datenschutzverstoß vorlag.

Aufmerksamkeit bei Datenschutz-Schulungen macht Sinn

Der Fall erinnert daran, dass man an Datenschutz-Schulungen sehr aufmerksam teilnehmen sollte. Gibt es vielleicht Daten, die überhaupt nicht per Mail verschickt werden sollen? Wie stelle ich sicher, dass die Mailadresse auch wirklich stimmt? Wer hier aufpasst und auch einmal nachfragt, bewahrt sein Unternehmen vor Schadensersatzansprüchen und sich selbst vor Ärger!

Briefpost kann genauso riskant sein

Da per Mail alles so gründlich schiefgegangen war, schickte die Krankenkasse der Kundin die angeforderten Unterlagen schließlich per Brief. Verständlich, denn von Mails hatten in diesem Fall beide Seiten genug. Gerade deshalb sollte man bedenken: Eine falsche Adressierung kommt sehr wohl auch bei Briefen vor, und zwar gar nicht so selten. Auch dann ist Schadensersatz fällig.

Jedenfalls eine Abmahnung steht noch im Raum

Die 2.000 € muss die Krankenkasse zahlen, nicht der Sachbearbeiter persönlich. Ob sein Arbeitgeber bei ihm Rückgriff nehmen kann, richtet sich nach den Regeln des Arbeitsrechts. Da der Sachbearbeiter „nur“ fahrlässig gehandelt hat, wird er seinem Arbeitgeber wahrscheinlich nichts erstatten müssen. Eine Abmahnung wäre aber allemal gerechtfertigt. Sollte es früher schon weitere Verstöße gegeben haben, stünde auch eine Kündigung im Raum.